75dm.com / über mich / das glaube ich (1/4)


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Für mich gibt es 2 unterschiedliche Bedeutungen von dem Wort 'Glauben'. Zum einem bezeichnet 'Glauben' eine Vermutung, bei der auch Alternativen denkbar sind. Im speziellen steht der 'Glaube' aber für eine Sicherheit, für Vertrauen ohne Zweifel.
Während der vermutende 'Glaube' sich auf theoretische Gedankengebilde bezieht, steht das Vertrauen immer in Verbindung mit einer Beziehung.

Rein theoretisch wäre es denkbar, daß meine Eltern nicht meine leiblichen Eltern sind. Es wäre denkbar, daß ich im Krankenhaus vertauscht worden bin, oder daß mich meine Eltern aus schrecklichen Verhältnissen gerettet, zu sich genommen und mir dies verschwiegen haben, um mich vor meiner Vergangenheit zu schützen.

Es wird behauptet, daß ich vom Aussehen meinem Opa mütterlicher Seits und vom Verhalten meinem Vater und Onkel ähnle. Doch was beweist das?
Denn Trotz aller Ähnlichkeit überwiegen doch die Unterschiede. Man könnte natürlich einen DNA-Test machen lassen. Doch was würde der beweisen? Mir wurde nie bewiesen, daß es DNA gibt. Mir wurde nie bewiesen, daß es jemanden gibt, der so einen Test durchführen kann. Mir wurde nie bewiesen, daß es außer mir noch andere Personen gibt. Es ist doch ebenso gut denkbar, daß ich mich in der Matrix befinde und daß alles um mich herum nur ein Computerprogramm oder eine andere Illusion ist.

Wenn man allen Möglichkeiten gegenüber offen ist, gibt es keine Beweise, weil man, wie ein kleines Kind, alles hinterfragen würde. Nach jeder Antwort käme ein neues "Warum?"!

Für mich steht auch ohne Beweise fest, daß meine Eltern meine Eltern sind, und ich vertraue ihnen einfach.

Ähnlich sieht es mit meinem Glauben an Gott aus. Wenn ich sage, daß ich an Gott glaube, dann meine ich damit nicht, daß ich es für denkbar erachte, daß es die theoretische Möglichkeit gibt, daß wir von einem höheren Wesen erschaffen wurden sind, und daß es sein könnte, daß es legitim wäre, wenn er bestimmen würde was wir zu tun und zu lassen hätten.

Auch ohne Beweise ist Gottes Existenz ein Fakt und ich vertraue darauf, daß die Person, die mich erschaffen, mir Leben eingehaucht und dafür gesorgt hat, daß meine Mutter am 19.11.1975 keine Totgeburt erleben musste, Interesse daran hat, daß es mich gibt und daß es mir gut geht. Und ich vertraue darauf, daß mein Schöpfer, der mich und die ganze Welt um mich herum ausgedacht und so erschaffen, wie er es sorgfältig geplant und durchdacht hat, ganz genau weiß, was mir gut tut und was mir schadet.
Doch viel zu oft sehe ich nur auf meine Probleme oder Wünsche, hab die weitreichenden Konsequenzen nicht im Blick und verstehe Gottes handeln, Meinung, Wort, Perspektive oder Plan einfach nicht. > I

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