75dm.com / über mich / das glaube ich (3/4)


1< I < I > I >! I  Link verschicken Druck-Version direkter Link kommentieren


 
Unsere Welt ist geprägt von dem Gedanken, daß man niemandem vertrauen kann. Man muß sich absichern, wo es nur geht und so viel wie möglich selber kontrollieren, denn man kann sich nur auf sich selbst verlassen. Doch hier liegt ein großer Irrtum.
Zwar hat es negative Folgen, wenn man den falschen vertraut und sein Vertrauen ausnutzen läst. Doch Mißtrauen und Kontrolle führt nur dazu, daß das Mißtrauen erwidert wird, Mißverständnisse auftreten, Angst geschürt wird und Haß entsteht.

Ich habe mir oft genug etwas vorgenommen, weil ich etwas wirklich machen wollte; habe dann aber meine eigenen Pläne verraten. Der Spruch "Der Weg zur Hölle ist gepflaster mit guten Vorsätzen!" kommt nicht von ungefähr.
Wie oft haben wir uns gute Vorsätze für das neue Jahr vorgenommen und sie innerhalb der 1. Woche gebrochen?
Auch der Fakt, daß der Rückfall von Süchtigen nach einer 'erfolgreichen' Therapie fast die Regel ist, sagt mir, daß man sich eben nicht auf sich selber verlassen kann.

Doch wie können wir aus diesem höllischen Teufelskreislauf von Mißtrauen und Angst herauskommen?

Ich bin inzwischen davon überzeugt, daß Gott zunächst nichts vom Sündenfall mitgekriegt hat.
Im 3. Kapitel des 1. Buch Moses steht in Vers 9:
"Und Gott der Herr rief Adam und sprach zu ihm: Wo bist du?"
Gott hat Adam also gesucht, weil er nicht wußte, daß die Menschen die verbotene Frucht gegessen, Angst gekriegt hatten und sich vor ihm versteckten. Gott hatte den Menschen vor der Gefahr gewarnt, ihnen vertraut und die Verantwortung über den Garten gegeben, und ist somit nicht der menschlichen Devise: "Vertrauen ist gut, Kontrolle besser" gefolgt.

Adam gab sich Gott zu erkennen und erzählte ihm, daß er vor ihm Angst hatte, weil er ihm schutzlos ausgeliefert ist.
"Und er sprach: Ich hörte dich im Garten und fürchtete mich; denn ich bin nackt, darum versteckte ich mich." 1.Mose 3,10

Der Mensch lebte im Paradies, über das ihm die Verantwortung gegeben war. Doch anstatt es zu genießen, verkroch er sich und ließ sich von Mißtrauen und Angst beherrschen, weil er erkannt hatte was das Böse ist. Er brachte Gott in eine schwierige Lage. Der Schöpfer mußte nun seinem Geschöpf beweisen, daß er vertrauenswürdig ist> I

1< I < I > I >! I  Link verschicken Druck-Version direkter Link kommentieren

I /\ I

© Copyright Marc Ziesmer. Alle Rechte vorbehalten

be creative

http://75dm.com/germanisch/mich/glaube/glaube2_fs.html